Erfolgreich Präsentieren

 


vorbereitung Körpersprache Medieneinsatz

Vorbereitung

Bei einem Vortrag sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Im folgenden Ratgeber geben wir Ihnen  deshalb hilfreiche Tipps wie Sie sich routiniert auf die nächste Präsentation vorbereiten können.

Übung macht den Meister

Gehen Sie Ihren Vortrag zu Hause mehrmals laut und deutlich durch, bis Sie sich mit dem Inhalt vertraut und sicher fühlen. Machen Sie sich bereits hier Gedanken, in welchem zeitlichen Rahmen die Präsentation erfolgen soll. Sofern Hilfsmittel zum Einsatz kommen, sollten diese ebenfalls in den Probeläufen mitverwendet werden um eine möglichst realistische Situation zu schaffen.

Karteikarten

Zum Einstieg der Präsentation kann es durchaus hilfreich sein die ersten Sätze auswendig zu lernen, bis Sie sich an die neue Situation gewöhnt haben. Anschließend sollten Sie jedoch mit Hilfe weniger Schlüsselbegriffe, zum Beispiel durch den Einsatz von Karteikarten, versuchen den Vortrag möglichst frei vorzutragen. Nur so wird es möglich sein, dauerhauft  Blickkontakt mit dem Publikum aufzubauen und die Aufmerksamkeit langfristig beibehalten zu können. 

Handout erstellen

Viele Zuhörer möchten die vorgestellten Inhalte noch einmal nachlesen und verinnerlichen. Deshalb geben wir die Empfehlung ein Handout vorzubereiten. Zu beachten ist hierbei, dass dieses erst nach dem Vortrag verteilt wird, da sich das Auditorium anderenfalls ablenkt  und die Aufmerksamkeit nicht mehr dem Vortragendem gewidmet wird.

Präsentationsmedien überprüfen

Informieren Sie sich zeitnah darüber, welche Präsentationstechniken Ihnen vor Ort zur Verfügung stehen und welche Medien Sie einsetzen möchten. Erscheinen Sie rechtzeitig vor Präsentationsbeginn und vergewissern Sie sich, dass alle benötigten Präsentationsmedien wie Beamer mit Leinwand, Metaplantafel, Whiteboard oder Flipchart  voll funktionsfähig und einsatzbereit sind.

Körpersprache

Mit diesen hilfreichen Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie ihre Körpersprache bzw. nonverbale Kommunikation bei Vorträgen gezielt und sicher einsetzen können:

1. Körperhaltung

Nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein!

Durch eine aufrechte Haltung, einem festen Stand sowie einer gleichmäßigen Verteilung des Körpergewichts auf beide Beine, signalisieren Sie beim Publikum Sicherheit und Kompetenz. Besonders zu beachten ist hierbei, dass keine zu starke Verlagerung des Gewichts aufs Standbein erfolgt. Diese Position erscheint zwar bequemer, allerdings knicken Sie hierbei unfreiwillig in der Hüfte ein, was zu einer gekrümmten Haltung und eingezogenen Schulter führt. Diese Form der Körperhaltung kann von der Hörerschaft als Zurückhaltung und Unentschlossenheit interpretiert werden und sollte deshalb unbedingt vermieden werden.

2. Gestik

Halten Sie Ihre Hände geöffnet und sichtbar auf Höhe der Taille!

Viele Menschen neigen bei Nervosität dazu Ihre Hände in Hosentaschen zu verstecken oder Arme zu verschränken.
Hierbei baut der Vortragende unbewusst eine Barriere zwischen sich und den Zuhörern auf und wirkt unbeteiligt und ablehnend. Doch gerade Finger, Hände und Arme spielen eine ungemeine Rolle in der Kommunikation. Diese können Ihre Aussagen signifikant verstärken, den Sachverhalt verdeutlichen und daher unerlässlicher Bestandteil einer guten Präsentation. Daher empfiehlt es sich die Arme anzuwinkeln und die Hände in Taillenhöhe zu positionieren und die Handflächen locker aufeinanderzulegen. So haben Sie die Möglichkeit immer wieder in diese Haltung zurückzukehren. Gestikulieren Sie deshalb immer mit sichtbaren, offenen, nach oben zeigenden Handflächen. Wenn Sie sich zusätzlich zwischen Ellenbogen und Rumpf etwas Platz verschaffen, haben Sie mehr Raum zum Gestikulieren und erscheinen obendrein selbstbewusster.

3. Mimik

Seien Sie im visuellen Austausch mit Ihrem Auditorium!

Auch die Mimik ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Körpersprache. Durch Ihren Gesichtsausdruck vermitteln Sie kontinuierlich nonverbale Inhalte, die das Gesprochene unterstützen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie jederzeit im visuellen Austausch mit Ihrem Auditorium stehen und direkt Blickkontakt suchen. Der direkte Blickkontakt zeugt hierbei von Selbstsicherheit und Begeisterungsfähigkeit. Vermeiden Sie dabei den Griff ins Gesicht an Kinn, Mund, Ohr oder Nase. Dies ist ein klassischer Indikator für Unsicherheit kann von Ihren Zuhörern schnell negativ aufgefasst werden.

 Medieneinsatz

Je mehr Sinneskanäle beim Auditorium angesprochen werden, desto effizienter und effektiver können  Informationen aufgenommen und im Gehirn gespeichert werden. Durch eine möglichst vielschichtige Aufbereitung kann der Vortrag viele unterschiedliche Lerntypen und Sinne ansprechen. Folgende Lerntypen gibt es:

Auditiver Lerntyp
Gehörte Informationen können gut aufgenommen, behalten und wiedergegeben werden

Visueller Lerntyp
Informationen werden am besten durch Texte, Grafiken oder Bilder behalten

Kommunikativer Lerntyp
Sprachliche Auseinandersetzungen wie Diskussionen und Gespräche führen zur Speicherung des Gelernten

Motorischer Lerntyp
Handlungsabläufe selber durchzuführen und nachzuvollziehen sind am bei diesem Lerntyp am effektivsten

Folgende Präsentationsmedien stehen für einen Vortrag zur Verfügung:

Tageslichtprojektor

Vorteile

  • Einfache Produktion von Folien
  • Sehr simple Handhabung des Projektors
  • wenig Einweisung nötig
  • Blickkontakt möglich
  • Gute Vorbereitung möglich
  • Integration von Bildern und Grafiken
  • Wiederverwendung bedruckter/beschrifteter Folien

Nachteile

  • Kein Einsatz von Animationen/Videos möglich
  • Projektionsfläche notwendig
  • Lesbarkeit / Kontrast in hellen Räumen eingeschränkt
  • Folien nur während der Auflage am Projektor lesbar

Flipchart

 Vorteile

  • Einfache Handhabung
  • Kein Strom notwendig
  • Flexible Einsatzmöglichkeit
  • Bereits präsentierte Blätter können aufgehängt werden
  • Transportabel

Nachteile

  • lickkontakt kann bei Beschriftung nicht gehalten werden
  • Aufgrund des starren Abmessungen keine Skalierbarkeit der Größe möglich
  • Bilder und Grafiken nur begrenzt darstellbar
  • Kosten für Papier

Moderationswand

Vorteile

  • Einfache Handhabung
  • Kein Strom
  • Gute Vorbereitung möglich
  • Transportabel

 Nachteile

  • Blickkontakt wird beim Anheften immer wieder unterbrochen
  • Lesbarkeit bei größerer Entfernung schwierig
  • Hoher Materialaufwand Moderationskoffer

Whiteboard

Vorteile

  • Einfache Handhabung
  • Kein Strom erforderlich
  • Einfaches und schnelles Löschen der Schriften/Skizzen möglich
  • Auch als Projektionswand für Tageslichtprojektor und Beamer geeignet

Nachteile

  • Verlust des Blickkontaktes
  • Keine Skalierung möglich
  • Keine Archivierung der Anschriebe möglich

Beamer/Computer

Vorteile

  • Hoher Grad an Anschaulichkeit durch Integration von Bilder, Grafiken, Animationen, Videos, Hörtexte
  • Viele Effekte möglich
  • Archivierung und Ergänzungen jederzeit Möglich
  • Gute Vorbereitung möglich

Nachteile

  • Höhe Anschaffungskosten
  • Raum muss zur besseren Lesbarkeit abgedunkelt werden

Interaktives Whiteboard

Vorteile

  • Vereint Whiteboard und Beamer in einem Gerät
  • Unterschiedliche Medien lassen sich problemlos miteinander kombinieren
  • Verwendung von Tafelanschriebe, Hörtexte, Präsentationen oder Videos möglich
  • Archivierung durch Speicherung von erstellten Tafelbildern möglich

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Einführung notwendig